Stellungnahme des Solarkreis-Vorstands zu geplanten Biomasseheizkraftwerken im Lkr. NM u. Bericht zur Jahreshauptversammlung

Vorstand Solarkreis NM

Solarkreis NM Vorstand

Die Jahreshauptversammlung des Förderkreises Solar- und Windenergie Neumarkt e.V. wurde in diesem Jahr von den energiepolitischen Geschehnissen in Deutschland und der Welt überlagert. Schon zu Beginn führten Fukushima, Landtagswahl BW und Moratorium zu lebhaften Diskussionen ehe man zur Tagesordnung überging.
Vorstand Rudi Brede berichtete in seinem Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des Vereins und das Engagement einzelner Mitglieder im Sinne des Vereins.Kassier Johann Wein konnte wieder eine erfreuliche konstante Bilanz der Vereinsfinanzen vorweisen. Beide  wurden dann auch von den Mitgliedern entlastet.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden Rudi Brede als 1. Vorsitzender, Josef Neumeyer als 2. Vorsitzende und Johann Wein als Kassier wieder bestätigt. Ein Ziel des Förderkreises Solar- und Windenergie ist die regionale Energiewende zu den Erneuerbaren Energien unter Abwägung aller Vor- und Nachteile der entsprechenden Energieform. Energieeffizienz und dezentrale Energieerzeugung mit Erneuerbare Energien verlangen jedoch einen großen gesellschaftlichen Konsens. Hier möchte der Verein die Bürger „mitnehmen“.

Auf der vereinseigenen Internetseite, die ständig aktualisiert wird, können alle Interessierte mittels Facebook und Twitter mitdiskutieren und sich informieren. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Vorbereitung zum Jahrestreffen der bayerischen und österreichischen Solarinitiative in Neumarkt Ende Januar 2012. Solarstammtische und Veranstaltungen zum Thema Erneuerbare Energien und Energieeffizienz werden auch 2011 regelmäßig durchgeführt. Die Ankündigung erfolgt über die örtliche Presse oder Internet.

Stellungnahme des Solarkreis-Vorstands zu geplanten Biomasseheizkraftwerken im Lkr. NM

Im Nachgang der Vorträge in den letzten Monaten mit überregionalen Referenten – Prof. Schrimpff, Freising, „Ist die Bioenergie-Nutzung im ländlichen Raum das einzig Wahre ?“ und Agrar. Ing. Susanne Jung, Aachen, “Über die Rolle der Bioenergien im zukünftigen Energiemix”und eigener Auseinandersetzung mit dem Thema Bioenergie kommen wir zu folgenden Statement:

Holz ist gespeichertes und der Atmosphäre entzogenes Kohlendioxid und gespeicherte Energie. Holz sollte aus ökologischen und klimapolitischen Erwägungen großtechnisch nur dann zur Energieerzeugung verbrannt werden, wenn keine Alternative zur Verfügung steht. Wenn also keine sog, ungespeicherte Energie zur Verfügung steht.
D.h. Stromerzeugung aus Holz ist nur dann sinnvoll, wenn nicht genug Wind weht bzw. Sonne scheint und die Wärme unbedingt notwendig ist:

  • weil Sie nicht eingespart werden kann (z.B. durch Wärmedämmung) oder
  • weil benötigte Prozesswärme (die durch Solarthermie vorzugsweise hergestellt werden sollte) notwendigerweise ergänzt werden muss!

Beides sehen wir in den Konzepten der geplanten Biomasseheizkraftwerke der Stadt Neumarkt und der Fa. Bögl nicht gegeben und lehnen diese als ökologisch und Klima-politisch kontraproduktiv ab! Hingegen freuen wir uns umso mehr, wenn die Fa. Bögl mit Ihren Türmen es schafft einen Beitrag zur Windenergienutzung in Bayern zu leisten!

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