Solarkreis NM, Treffen zu Jahresbeginn – Vorbereitung Treffen Bay. Solarinitiativen

Zu Jahresbeginn trafen sich Vorstand und Mitglieder des Solarkreises im Johanneszentrum NM um Aktuelles zu diskutieren.

Kurz: internationale Klimakonferenzen sind scheinbar das Papier nicht wert; umso mehr bleibt regional und national viel zu tun, um die Energiewende weiter voran zu bringen – die Schlagworte sind Energieeffizienz, Lastmanagment, Netzintegration und Speicher.

a) die Idee  einen Ombudsmann einzurichten als Schiedsstelle zwischen Bürger und Stromnetzbetreiber;
wollen wir an die Regina herantragen, da damit viel mehr regionale Wertschöpfung generiert werden könnte !
Insbesondere eon scheint z.Zt. seinen gesetzlichen Aufgaben nicht nachkommen zu können; so dauert es z.T. Monate bis Zähler installiert werden und Abschlagszahlungen in Gang kommen!
siehe unten Hintergründe unten

b) Dr. Schütte mahnte mehr Engagement bei der Energieeffizienz an, denn hier wären z.B. durch Dämmen zig Millionen im Landkreis einsparbar. Erfreut ist man, dass man in der Stadt NM erkennt, dass das ganzjährige Verbrennen von Holz/Biomasse nicht der richtige Weg ist; Dr. Schütte hat immer für die vorrangige stoffliche Nutzung von Holz gekämpft.
Auch scheint die Fa. Bögl diese Problematik langsam zu erkennen, vielleicht aus Einsicht aber insbesondere da der Holzpreis steigt u. steigt; wir hoffen dass in Zukunft speicherbare Bioenergie nur noch eingesetzt wird, wenn die Eigenschaft der Speicherbarkeit explizit genutzt wird und es keine andere Lösung gibt.

c) Wir freuen uns, dass Fa.Bögl sich in der Windkraft engagiert und mit diesem starken Partner hoffentlich der Windkraft auch in Bayern der mehr Durchbruch gelingt; Eine Art Bewährungsprobe des neuen bayerischen Energiekonzepts wird heuer z.B. bei der Fa. Huber in Berching stattfinden; es wird eine neue Fertigungshalle gebaut und auf den Dächern könnte Fotovoltaik zur Stromerzeugung vor Ort beitragen; die Frage ist: ist dies z.B. durch die neue Führungsgeneration möglich auch Industriedächer zu nutzen?

d) Im Zuge des hektischen sogenannten Atomausstiegs wurden den Bürgern viele Kuckuckseier untergeschoben.
Ärgerlich ist, dass durch die Bundesregierung mehr Großverbraucher an Strom von der EEG-Umlage befreit werden;
und in Zukunft auch noch von den Netzentgelten befreit werden sollen; dies geht vermehrt zu Lasten der Bürger und kleinen Verbraucher.

e) Das Bundeswirtschaftsministerium will in Folge der Änderung der Normen u. Rahmenbedingungen für elektr. Netze die Kleinstromerzeuger im Nachhinein zur Kasse bitten; sie sollen die Wechselrichter auf ihre Kosten umbauen lassen, obwohl deren jetziges Verhalten bei Überfrequenz von den Netzbetreiben vorgeschrieben wurde.
Und 2. sollen in Anlagen ab 30kW Einrichtungen zur Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiben installiert werden auf Kosten der Betreiber ohne den Bestandschutz zu respektieren; was wir bräuchten wären flexiblere Netze mit Speichern, um zukunftsgerichtet vorzubauen.
Besonders sinnvoll wären Speicher an der Stelle, wo sie sowohl Energie speichern, Kosten des Netzausbaus minimieren als auch EE-Anlagen ermöglichen.

f) AKW Gundremmingen sofort stillegen
Glücklicherweise wurden bundesweit die ältesten 8 Kernkraftwerke von 17 stillgelegt.
Leider wurde in Bayern nur 1 von 5 stillgelegt.
Die schwäbischen Gundremmingen B u. C sind nun die gefährlichsten KKW;
Neumeyer: wir fordern umgehend die Stillegung Gundremmingens.
1) Die Bauweise ähnelt den Fukushima-Reaktoren
2) es werden 2000 verbrauchte und extrem strahlende Brennelemente ausserhalb des Sicherheitsbehälters gelagert.
3) ferner werden hochradioaktive MOX-Brennelemente eingesetzt die immer wieder ungeklärte Leckagen aufweisen und Freisetzungen von Radioktivität zur Folge haben.
4) sollte ein Reaktor ausser Kontrolle geraten wird vermutlich der 2. mitgeschädigt wie bei Fukushima.
5) in Deutschland würden sich keine Leute bei einem Unfall bei der Arbeit vor Ort tödlich verstrahlen lassen;
6) es gibt im Binnenland nicht die Möglichkeit wie in Fukushima immer wieder das Meer als Müllkippe herzunehmen; alle Donauanreiner wären betroffen!
7) es gibt kein Endlager und somit verbietet sich der Betrieb auf Kosten künftiger Generationen
8) die AKWs haben keine ausreichende Haftpflichtversicherung
9) Deutschland hat 2011 Strom exportiert und wir haben die Erneuerbaren weiter ausgebaut, so dass Gundremmingen sofort stillgelegt werden kann!
10) die angekündigten Stresstest nach Fukushima waren scheinbar nur Plazebos für die Wähler!

g) Ender Januau werden wir am Treffen bayerischer Solarinitiativen in FFB teilnehmen; wer will noch mitfahren?

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und

– mit sonnigen Grüßen
🙂 Josef Neumeyer

Hintergrund:
Die EU hat vorgeschrieben, dass die Stromnetze von der Stromerzeugung aus Wettbewerbsgründen zu trennen sind; d.h. von unterschiedlichen Firmen zu betreiben sind. Es ist das Dilemma von eon bzw. der Bundespolitik, dass man diese Vorschrift nur formal über Tochtergesellschaften erfüllt hat; jedoch nicht damit das Problem der Interessenkollision innerhalb des Konzerns eon gelöst hat. So ist eon über das EEG beauftragt den Stromeinspeisern Zugang zum Netz zu gewähren; auf der anderen Seite bedeutet jede vorrangige dezentrale Einspeisung in der Region weniger Stromerzeugung durch eon-Großkraftwerke.


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