Gegen pauschale Verunglimpfung der Windkraft als tragende Säule der künftigen Energieversorgung

Leserbrief von Michael Flierl, Hirschau

Ab und an gibt es berechtigte Widerstände gegen Windkraftnutzung wie im Fall des Ehringsfelder Tals bei Ursensollen, wo die Planungsbehörden ganz einfach geschlafen haben. Aber viele Protestler schießen mit Aktionen gegen alles und jedes übers Ziel hinaus und verspielen jede Glaubwürdigkeit:
„Luftnummer Gewerbesteuer“ stand in einem Leserbrief aus Mähring zu lesen. Die Zuschrift selbst ist eine einzige Luftnummer. Niemand bei der Grenzlandwind errechnet Renditen aufgrund zweimonatiger Anlagendaten. Eine derartige Aussage zu tätigen, erfüllt für mich den Tatbestand der üblen Nachrede. Für den geplanten Standort gibt es nicht nur jahrelange Erfahrungswerte benachbarter Standorte, sondern auch Windmessungen weit über den im Genehmigungsverfahren vorgeschriebenen Zeitraum hinaus.
Ebenfalls eine glatte Lüge ist die Behauptung, die Bürgerwind Freudenberg habe eine Rendite von 8 Prozent prognostiziert: siehe Beilage zum Verkaufsprospekt, Seite 19: „Die vorr. Rendite vor Steuern beträgt im Jahresmittel 3-4 Prozent über den 20-jährigen Zeitraum gesehen.“ Es ist eine Ungeheuerlichkeit, das Ansehen dieses aufgrund seines Konzeptes nicht nur bayernweit geschätzten und vielgelobten Vorzeigeprojekts „Bürgerwind Freudenberg“ so beschädigen zu wollen.

Oder die Sache mit den Grundstückspreisen: Ich kenne Familien, die sich darüber freuen, wenn sie morgens das Rollo hochziehen und ein Symbol für eine saubere Energiegewinnung sehen. Warum sollten sie also weniger für eine Immobilie bezahlen? Es gibt aber sicher genug Leute, die spekulieren auf genau jene „minderwertigen“ Grundstücke. Wenn sich die Grundstücksbesitzer von den Aufwieglern der IGs natürlich einreden lassen, ihre Immobilien seien weniger wert, dann sollten sie solchen Aussagen auch strikt entgegentreten.
Und so werden mit vielen bewussten Falschaussagen seitens der organisierten Windkraftgegner die Menschen aufgeschreckt, verunsichert und polarisiert. Das geht sogar so weit, dass gegen ehrenwerte Kommunalpolitiker gehetzt wird, siehe abgeschmetterte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister von Erbendorf.
Bei all ihren widersinnigen Aussagen vergessen diese Brandredner, dass es viele Menschen gibt, die sich seit 30 Jahren für eine Energiewende engagieren, ohne monetären Hintergedanken, sondern um für unsere Gesellschaft eine lebenswerte Zukunft ohne Atom, ohne CO2-Emissionen zu schaffen. Und diese Menschen wollen sich nicht mit Lügengeschichten und Horrorszenarien denunzieren lassen.

Oder die Sache mit den Grundstückspreisen: Ich kenne Familien, die sich darüber freuen, wenn sie morgens das Rollo hochziehen und ein Symbol für eine saubere Energiegewinnung sehen. Warum sollten sie also weniger für eine Immobilie bezahlen? Es gibt aber sicher genug Leute, die spekulieren auf genau jene „minderwertigen“ Grundstücke. Wenn sich die Grundstücksbesitzer von den Aufwieglern der IGs natürlich einreden lassen, ihre Immobilien seien weniger wert, dann sollten sie solchen Aussagen auch strikt entgegentreten.
Und so werden mit vielen bewussten Falschaussagen seitens der organisierten Windkraftgegner die Menschen aufgeschreckt, verunsichert und polarisiert. Das geht sogar so weit, dass gegen ehrenwerte Kommunalpolitiker gehetzt wird, siehe abgeschmetterte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister von Erbendorf.
Bei all ihren widersinnigen Aussagen vergessen diese Brandredner, dass es viele Menschen gibt, die sich seit 30 Jahren für eine Energiewende engagieren, ohne monetären Hintergedanken, sondern um für unsere Gesellschaft eine lebenswerte Zukunft ohne Atom, ohne CO2-Emissionen zu schaffen. Und diese Menschen wollen sich nicht mit Lügengeschichten und Horrorszenarien denunzieren lassen.

Ganz abgesehen davon ist der Sektor der Regenerativen ein Wirtschaftssektor wie jeder andere. Das wird wohl vor allem von „Neidern“ völlig vergessen. Haben sich all diese Schreihälse auch gegen die Hunderte Milliarden Euro gewehrt, die den Atomlobbyisten oder der Kohleindustrie in den letzten 50 Jahren zugeflossen sind und immer noch – wenn auch verdeckt – zufließen?
Auch der angeführte Vergleich der Windstromerträge der beiden Jahre 2007 und 2010 ist irrelevant, weil bei der Windenergie solche Schwankungen immer auftreten werden. Deshalb können wir uns nicht auf eine einzige Energieform verlassen, sondern brauchen einen gesunden Verbund aus vielen regenerativen Quellen und möglichst noch Speichermedien. Der Weg dorthin ist sicher noch ein weiter, aber unumgänglich und wird umso holpriger, je mehr dagegen quergeschossen wird. Windenergie ist nach der Wasserkraft die regenerative Energieform mit dem mit Abstand höchsten physikalischen Wirkungsgrad. Sonnenenergie ist die im Kleinmaßstab am problemlosesten zu erntende Energieform.

Unsere Kulturlandschaft ändert sich. Das hat sie immer getan und wird es auch in Zukunft. Damit müssen sich die Menschen im Stiftland genauso abfinden wie wir in der mittleren Oberpfalz oder sonst wo. Die Auswirkungen des Klimawandels werden uns in Zukunft Unsummen und Menschenleben kosten, wie wir uns das kaum vorstellen können. Nicht nur auf den Philippinen, sondern auch bei uns ist der Klimawandel längst Realität, siehe Sardinien oder Alpenraum. Aber das ist in vielen egoistischen Köpfen noch nicht angekommen.
Eines ist diesen reaktionären Personen und „Interessengemeinschaften“ allen gemeinsam: Sie versuchen, die tragenden Säulen unserer zukünftigen Energieversorgung zu verunglimpfen und malen unrealistische Szenarien an die Wand, ohne irgendwelche vernünftigen Alternativen aufzuzeigen. Das können sie ja auch nicht – es gibt keine.

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